
Einblicke
Marketing mit KI: Was ein gutes Briefing braucht
Piik Redaktion
Wissen & Praxis

Ein kurzer Auftrag kann gute Ergebnisse anstoßen, wenn der Kontext klar ist. Für Marketing mit KI brauchst du vor allem ein verständliches Angebot, eine konkrete Zielgruppe und einen Anlass. In Piik bildet dein hinterlegtes Markenwissen die Grundlage. Der neue Auftrag beschreibt, was diesmal entstehen soll.
Die Grundlage: Was bleibt gleich?
Beschreibe dein Produkt so, dass auch jemand ohne Vorwissen seinen Nutzen versteht. Nenne Eigenschaften, die du belegen kannst. Ergänze die Menschen, für die dein Angebot gedacht ist, und die Situation, in der es ihnen hilft. Für den Markenstil sind Beispiele oft präziser als einzelne Adjektive.
- Angebot: Was ist das Produkt oder die Leistung? Welche Angaben sind bestätigt?
- Zielgruppe: Für wen ist der Inhalt gedacht? Was weiß diese Person bereits?
- Stil: Wie sprichst du? Welche Begriffe passen – und welche nicht?
- Belege: Welche Bilder, Produktdaten und eigenen Erfahrungen darf der Entwurf verwenden?
Der Impuls: Was soll jetzt entstehen?
Lege Format, Anlass und Ziel fest. Ein Instagram-Post braucht einen anderen Einstieg als ein Blogartikel. Nenne außerdem den nächsten Schritt: Soll jemand eine Frage beantworten, einen Artikel lesen oder ein Produkt kennenlernen? Beschränke dich pro Inhalt auf eine klare Hauptaufgabe.
Ein vollständiges Beispielbriefing
Das folgende Beispiel verwendet die fiktive Kaffeemarke Morrow. Produkteigenschaften, Preise oder Herkunftsangaben werden hier bewusst nicht erfunden.
Erstelle einen Instagram-Karussell-Entwurf für Morrow. Zielgruppe: Menschen, die sich zu Hause bewusst Zeit für Kaffee nehmen. Thema: ein kleines Morgenritual. Ton: ruhig, direkt, persönlich; duzen. Drei Folien: Einstieg, ein alltagsnaher Gedanke, eine Frage an die Community. Pro Folie eine Kernaussage. Keine Wirkungsversprechen und keine unbelegten Produktangaben. Abschlussfrage: Wie beginnt dein Morgen?
Aus dem Entwurf wird dein Inhalt
Lies den ersten Vorschlag mit etwas Abstand. Stimmt die Aussage? Klingt der Text nach deiner Marke? Sind Angaben hinzugekommen, die nicht im Briefing standen? Ergänze fehlende Informationen und benenne bei der Überarbeitung genau, was anders werden soll. Ein konkretes Feedback wie „kürzerer Einstieg, weniger Adjektive“ ist hilfreicher als „mach es besser“.


